"Hat das Gebäude der Oper eine eigene Stimme, eine eigene Seele?
Welche Strukturen verbergen sich hinter dem Hör- und Sichtbaren?
Wie klingt die Oper,
wenn wir hören
was wir als Publikum sonst niemals hören?
Könnte man die Oper auf links drehen?
Die Oper als Ort für eine akusmatische Klanginstallation?"

Nathalie Brum


Gesang der Maschinen Klanginstallation im Foyer der Oper Wuppertal
geplant für Oktober 2021

Oper trifft auf Klangkunst.
Gesang der Maschinen ist eine Klanginstallation der deutsch-polnischen Klangkünstlerin und Architektin Natha-
lie Brum. Für einen Tag im Vorfeld einer Opernpremier am Abend öffnet die Oper Wuppertal bereits tagsüber an Samstag, den 02. Oktober 2021 vor einer Opernpremiere am Abend ihre Pforten und verwandelt sich in einen Ort der zeitgenössischen Musik und Kunst. Die Soundscape Komposition aus Geräuschen hinter der Bühne der Oper erklingt über die Beschallungsanlage in der Decke des Opernfoyers. Zeitgleich ist sie in der Ankunftshalle des privatisierten Bahnhofs Wuppertal-Barmen gegenüber des Opernbaus für PassantInnen und KundInnen des Bahnhofskiosks zu hören. Zu hören ist eine Komposition aus flächigen Klängen wie der Lüftungstechnik, perkussiven Klänge wie Schritte auf der Bühne und stimmliche Elemente wie Ansagen der InspizientInnen. Das Inszenierung des Foyers wird sowohl nach aussen als auch nach innen dank farbiger Folien auf der Verglasung atmosphärisch unterstützt.
Die Translokalisation von Klang im öffentlichen Raum, das Sichtbarmachen vom Verborgenen ist Kern der Arbeit. Die künstl. Perspektive aus musikalischer und aus architektonischer Sicht prägt einen transmedialen Ansatz und lässt die Oper Wuppertal zu einem Ort für zeitgenössische Kunst werden.

Hörbeispiel einer Komposition zu hören unter:
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