Nutzlast temporäre Klanginstallation für eine Stereo-Anlage (2020)
im Rahmen der Jahres-Ausstellung der GEDOK Hamburg
Dauer: ca. 20 Min

Was einst ein rhythmischer Schlag von Werkzeugen war die von Hand bedient worden sind, verwandelte sich in der Industrialisierung zu einem Dauerton. Die Geschwindigkeit der Maschinen und Antriebe nahm zu und ließ die Geräuschkulisse zu einem Dronesound verschmelzen, der das Jahrhundert prägte. Futu- ristInnen waren in den 10er und 20er Jahren des 20. Jahrhunderts auf eine teils politisch bedenkliche Art von der Geräuschwelt fasziniert.
Auch heute steuern maschinelle Anlagen unser Leben, jedoch auf eine deutlich weniger zur Schau gestellte Art und Weise. In Technikzentralen und jenseits der Öffentlichkeit treiben Maschinen Mechanismen an, die dem Ablauf öffentlicher Einrichtungen dienen und enorme Mengen an Energie verbrauchen ohne dass wir als Publikum dies bewusst wahrnehmen.
Die akusmatische Klanginstallation mit dem Titel Nutzlast stellt Maschinen in öffentlichen Kunst- und Kultureinrichtungen in den Mittelpunkt. Indexialische Geräusche die auf die Klangquelle hindeuten vermischen sich mit abstrahierten Klanglandschaften.
Nathalie Brum nutzte für diese Klangarbeit ausschließlich Tonaufnahmen des Triebwerkraumes eines Lastenaufzugs für großformatige Kunstwerke im Kunstpalast Düsseldorf und der Bühnenmaschinerie im Opernhaus Wuppertal.

Aufführungsort: GEDOK Galerie Hamburg, An der Koppel 66 Hamburg
Zeitraum: 16. September - 02. Oktober 2020
Benötigte Technik: Stereo-Anlage
Verwendete Technik: Field-Recordings eines Lastenaufzugs des Kunstpalasts Düsseldorf

Tonaufnahme:
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