Ein Spitzboden hat besondere räumliche Qualitäten, die für eine Erweiterung des Wohnraumes genutzt werden kann. Es muss nicht immer direkt ein Anbau oder eine Erweiterung des Gebäudes in seiner Grundfläche sein, um die Fläche zum Wohnen zu erweitern.

Im Stadtteil Widdersdorf am Rande von Köln hat sich eine dreiköpfige Familie dazu entschieden mehr Raum für die eigene Familie zu schaffen. Die Antwort auf das Bedürfnis nach mehr Fläche ist eine Verwandlung. Der Spitzboden als das Pendant zum Kellergeschoss — bislang der Lagerung dienlich — ändert sich dank des Entwurfs in einen Raum für Schlaf und Erholung. Über eine Holztreppe als eine Art Möbelstück mit integriertem Stauraum unterhalb des Treppenlaufs wird das ausgebaute Geschoss erschlossen. Oben erwartet die Familie ein großzügiges Schalzimmer, das von der Straßenseite über Dachflächenfenster belichtet wird, während sie dank einer neuen Gaube mit Blick Richtung Garten im Osten vom Licht des anbrechenden Tages geflutet wird. Der Umbau des Sptzbodens geht mit einer energetischen Modernisierung des Dachs einher, um die Baumaßnahmen räumlich und zugleich ökologisch nachhaltig zu gestalten.
Ort                   Köln
Bauherr            privat
Planung           2021-22
Größe             100 m²
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